Regen, verspäteter Spielbeginn und weiterhin große Personalsorgen: Der ERC Lechbruck musste sich am Sonntagabend bei seinem ersten Heimspiel der Landesliga-Saison 2026/27 dem SC Forst mit 1:5 (0:2, 1:0, 0:3) geschlagen geben. Vor lediglich 135 Zuschauern im Lechparkstadion erzielte Morris Demmler den einzigen Treffer für die Flößer, die damit weiterhin auf ihre ersten Saisonpunkte warten müssen.
Schon vor dem ersten Bully stand die Begegnung unter schwierigen Vorzeichen. Anhaltender Regen machte den Verantwortlichen im Lechparkstadion einen Strich durch die Rechnung. Der ursprünglich für 18:00 Uhr angesetzte Spielbeginn musste mehrfach nach hinten verschoben werden, ehe die Partie schließlich erst um 19:20 Uhr angepfiffen werden konnte. Die widrigen Witterungsbedingungen wirkten sich auch auf die Zuschauerzahl aus. Lediglich 135 Besucher fanden an diesem ungemütlichen Sonntagabend den Weg ins Lechparkstadion.
Auch sportlich blieb die Ausgangslage für den ERC angespannt. Zu den bereits bekannten krankheits- und verletzungsbedingten Ausfällen gesellten sich mit Jonas Seitz und Florian Simon zwei weitere Spieler, die aufgrund von Sperren nicht zur Verfügung standen. Die ohnehin dünne Personaldecke der Flößer wurde damit nochmals erheblich strapaziert.
Beide Mannschaften waren nach einem missglückten Saisonstart noch ohne Punkte in die Begegnung gegangen. Entsprechend groß war auf beiden Seiten der Wunsch, endlich ein erstes Erfolgserlebnis einzufahren.
Den besseren Start erwischten allerdings die Gäste aus Forst. Bereits in der vierten Spielminute brachte Marius Klein den SC Forst nach Vorarbeit von Simon Fend mit 0:1 in Führung (3:52). Für die Lecher war dies erneut ein früher Rückschlag.
In der Folge versuchten die Hausherren, besser in die Partie zu finden. Doch die Gäste präsentierten sich konsequenter in der Chancenverwertung und konnten ihren Vorsprung noch vor der ersten Drittelpause ausbauen. In der 16. Spielminute traf Simon Fend nach Zuspiel von Manuel Krönauer und Marius Klein zum 0:2 (15:58).
Mit diesem Zwei-Tore-Rückstand ging es für die Flößer in die erste Pause. Im zweiten Spielabschnitt zeigte sich der ERC verbessert. Trotz der angespannten Personalsituation kämpften sich die Lechbrucker zunehmend in die Begegnung und hielten die Partie offen.
Dabei mussten die Hausherren auch einige brenzlige Unterzahlsituationen überstehen. Besonders in der 33. Spielminute wurde es schwierig, als Marcus Köpf und Thomas Lochbihler zeitgleich auf die Strafbank mussten. Doch die Flößer überstanden auch diese doppelte Unterzahl ohne weiteren Gegentreffer.
Für den verdienten Lohn ihrer Bemühungen sorgte schließlich Morris Demmler. In der 38. Spielminute verkürzte der ERC-Stürmer nach Vorarbeit von Luis Scheibenbogen und Samuel Wörle auf 1:2 (37:46). Der Anschlusstreffer brachte neue Hoffnung ins Lechparkstadion. Nach einem gewonnenen Mitteldrittel war die Begegnung vor den letzten 20 Minuten wieder offen, und die Flößer durften sich berechtigte Hoffnungen machen, doch noch etwas Zählbares aus diesem Heimspiel mitzunehmen.
Die Hoffnungen auf eine Aufholjagd erhielten allerdings kurz nach Wiederbeginn einen empfindlichen Dämpfer. Lukas Bucher stellte in der 43. Spielminute nach Vorarbeit von Simon Fend den alten Zwei-Tore-Abstand wieder her (42:41). Der ERC gab sich dennoch nicht geschlagen und versuchte, nochmals heranzukommen. Möglichkeiten dazu boten sich insbesondere durch mehrere Überzahlsituationen im Schlussabschnitt. Doch ausgerechnet in eigener numerischer Überlegenheit mussten die Flößer den nächsten Rückschlag hinnehmen.
In der 55. Spielminute traf Simon Fend in Unterzahl zum vorentscheidenden 1:4 (54:53). Zuvor hatte Nikolai Petz auf Forster Seite eine Zeitstrafe erhalten. Auch eine weitere Überzahlsituation in den Schlussminuten brachte nicht mehr die erhoffte Wende. Stattdessen war es erneut Simon Fend, der mit seinem dritten Treffer des Abends ins verwaiste Lechbrucker Tor per Empty-Net-Treffer den 1:5-Endstand besorgte (58:27). Damit avancierte der Forster Angreifer mit drei Toren und zwei Vorlagen zum entscheidenden Spieler der Begegnung.
Für den SC Forst bedeutete der Auswärtssieg die ersten Punkte der neuen Landesliga-Saison. Der ERC Lechbruck hingegen muss weiter auf sein erstes Erfolgserlebnis warten.
Auch wenn die Enttäuschung nach dem missglückten Heimauftakt groß ist, bleibt den Flößern nichts anderes übrig, als gemeinsam durch diese schwierige Phase zu gehen. Die Mannschaft hat im Mitteldrittel zumindest angedeutet, dass sie trotz der widrigen Umstände konkurrenzfähig sein kann. Darauf gilt es in den kommenden Begegnungen aufzubauen.
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Spielstatistik
ERC Lechbruck – SC Forst 1:5 (0:2, 1:0, 0:3)
Tore:
• 0:1 (03:52) Marius Klein (Simon Fend)
• 0:2 (15:58) Simon Fend (Manuel Krönauer, Marius Klein)
• 1:2 (37:46) Morris Demmler (Luis Scheibenbogen, Samuel Wörle)
• 1:3 (42:41) Lukas Bucher (Simon Fend)
• 1:4 (54:53) Simon Fend (Marius Klein), Unterzahl
• 1:5 (58:27) Simon Fend (Samuel Saal), Unterzahl/Empty Net
Strafminuten: ERC Lechbruck 12 – SC Forst 10
Zuschauer: 135
Schiedsrichter: Andreas Tetzner, Stefan Wiest
Spielbeginn: 19:20 Uhr (ursprünglich 18:00 Uhr)
