Die ersten Auswärtspunkte sollen her: Am Freitag, 23. Oktober, tritt der ERC Lechbruck um 20:00 Uhr beim EV Bad Wörishofen an. Nach den Niederlagen in Pfronten und Germering wollen die Flößer die erkennbare Leistungssteigerung aus dem vergangenen Spiel auch auf die Anzeigetafel bringen. Beim Aufsteiger wartet allerdings eine anspruchsvolle Aufgabe.

Die Wölfe haben bereits gezeigt, dass sie in der Landesliga mithalten können. Zum Auftakt unterlagen sie dem ERC Sonthofen nur knapp mit 1:2, anschließend gelang auf eigenem Eis ein 2:1-Erfolg gegen den SC Forst. Drei Gegentore in zwei Begegnungen unterstreichen, wie schwer der Mannschaft aus der Kneippstadt bislang beizukommen war.

Bad Wörishofen kehrte als bayerischer Bezirksligameister in die Landesliga zurück. Im Finale der vergangenen Saison setzten sich die Wölfe mit zwei Siegen gegen den Nachbarn ESV Türkheim durch. Nach dem Abschied von Meistertrainer Christoph Seitz übernahm Joachim Dzalbs die Verantwortung an der Bande. Gemeinsam mit Co-Trainer Christian Rybniker soll er die Mannschaft in der höheren Spielklasse etablieren.

Dafür wurde das Aufgebot gezielt ergänzt. Mit Yanik Schweinberger kam Bayernligaerfahrung aus Schongau hinzu, während im Angriff unter anderem Alexander Kiel aus dem Füssener Nachwuchs und Linards Zemnickis aus der Kaufbeurer U20 neue Möglichkeiten eröffnen. Dazu verfügen die Gastgeber mit Michael Schejbal und Christopher Mitchell über Angreifer, die bereits in der Aufstiegssaison zu den wichtigen Punktesammlern zählten.

Besondere Aufmerksamkeit verdient das Unterzahlspiel der Wölfe: In den bisherigen beiden Ligapartien überstanden sie sämtliche elf Unterzahlsituationen ohne Gegentor und erzielten selbst bereits einen Treffer mit einem Spieler weniger. Für die Flößer wird es deshalb auch im eigenen Powerplay auf einen aufmerksamen Umgang mit der Scheibe ankommen.

Der ERC reist trotz des bislang ausgebliebenen Punktgewinns mit positiven Ansätzen an. Beim 3:6 in Germering zeigte die Mannschaft von Trainer Mathias Schuster nach dem enttäuschenden Auftakt in Pfronten eine deutlich geschlossenere Vorstellung. Die Lechbrucker kämpften sich nach einem 0:2-Rückstand zum Ausgleich zurück und blieben bis ins Schlussdrittel in Reichweite. Erst ein Treffer ins leere Tor besiegelte kurz vor Schluss den Endstand.

An diese Moral und Einsatzbereitschaft gilt es anzuknüpfen. Gleichzeitig müssen die Flößer die Zahl ihrer Gegentore reduzieren und über die gesamte Spielzeit konzentriert zusammenarbeiten. Gegen einen Gastgeber, dessen bisherige Ligaspiele jeweils mit nur einem Tor Unterschied endeten, können schon kleine Unaufmerksamkeiten entscheidend sein. Geduld im Spielaufbau, konsequente Arbeit vor beiden Toren und eine bessere Nutzung der eigenen Möglichkeiten werden gefragt sein.

Mit einem Erfolgserlebnis in Bad Wörishofen könnten sich die Flößer zugleich Rückenwind für den Heimauftakt holen: Bereits am Sonntag, 25. Oktober, empfängt der ERC Lechbruck um 18:00 Uhr den SC Forst im Lechparkstadion.