An einem schönen Spätsommertag wie heute hätten wir alle sicherlich etwas Besseres zu tun, als eine öffentliche Stellungnahme zu verfassen.
Die Vorstandschaft des ERC Lechbruck hat über Monate hinweg beobachtet, hingehört und bewusst nicht auf jedes Gerücht reagiert. Inzwischen wurden jedoch Aussagen an uns herangetragen, die wir nicht länger stillschweigend hinnehmen können.
Das Positive daran ist: Der ERC Lechbruck besitzt offensichtlich eine große Außenwirkung für unseren Ort und die Region und ist aus den täglichen Dorfdiskussionen nicht mehr wegzudenken.
Das Negative daran ist: Es werden Gerüchte, Halbwahrheiten und falsche Tatsachenbehauptungen verbreitet, die dem Ansehen unseres Vereins und den ehrenamtlich handelnden Personen schaden. Aus Verantwortung gegenüber unseren Mitgliedern, Spielern, Trainern, Helfern, Unterstützern und Sponsoren stellen wir deshalb einige Dinge unmissverständlich klar.
Es fehlen keine 15.000 Euro
Aktuell wird behauptet, beim ERC Lechbruck seien 15.000 Euro „verschwunden“ und niemand wisse, wo das Geld geblieben sei.
Diese Behauptung ist schlicht und ergreifend falsch.
Wer an unserer Jahreshauptversammlung am 19. Juni 2026 teilgenommen hat, konnte erleben, dass die finanzielle Situation ausführlich und transparent dargestellt wurde.
Für das Geschäftsjahr 2025 wurde bei der Jahreshauptversammlung ein vorläufiges negatives Ergebnis von rund 22.900 Euro ausgewiesen. Gleichzeitig betrug die tatsächliche Veränderung des Bankbestandes rund minus 10.300 Euro.
Die heute fälschlicherweise als „verschwundenes Geld“ bezeichneten rund 15.000 Euro ergeben sich aus der Differenz zwischen den in der vorläufigen betriebswirtschaftlichen Auswertung erfassten Aufwendungen und den tatsächlichen Auszahlungen über die Bankkonten. Diese beiden Werte sind buchhalterisch nicht gleichzusetzen. Abweichungen können beispielsweise durch zeitliche Abgrenzungen, offene Verbindlichkeiten, Forderungen oder Steuerbuchungen entstehen.
Es handelt sich nicht um fehlendes oder verschwundenes Geld. Sämtliche Kontobewegungen sind nachvollziehbar.
Die finanziellen Verhältnisse und die vorläufigen Zahlen wurden bei der Jahreshauptversammlung offen dargestellt. Nach dem Bericht der Kassenprüfung wurde die Vorstandschaft am 19. Juni 2026 von den anwesenden Mitgliedern entlastet.
Zum Zeitpunkt der Jahreshauptversammlung lag der endgültige Jahresabschluss für 2025 noch nicht vor. Deshalb wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich bei den vorgestellten Zahlen um vorläufige Werte handelt. Die endgültigen Zahlen werden selbstverständlich nicht zurückgehalten. Sobald die laufende Abschlussbearbeitung beendet ist und uns der Jahresabschluss vorliegt, werden wir darüber transparent informieren.
Ein schwieriges Jahr wurde nicht verschwiegen
Das Geschäftsjahr 2025 war wirtschaftlich nicht erfolgreich. Das haben wir bei der Jahreshauptversammlung weder verschwiegen noch beschönigt.
Sechs von zehn geplanten Dämmerschoppen mussten wetterbedingt ausfallen. Hinzu kamen Mindereinnahmen im Stadionstüberl und weitere Entwicklungen, auf die kurzfristig nicht vollständig reagiert werden konnte.
Entscheidend ist jedoch nicht nur, dass ein schwieriges Jahr offen benannt wird. Entscheidend ist vor allem, wie die Verantwortlichen anschließend damit umgehen.
Die Vorstandschaft hat konsequent gegengesteuert. Zur vorübergehenden Sicherung der Liquidität wurde der bestehende Kontokorrentkreditrahmen erhöht und durch unseren 1. Vorsitzenden Manfred Sitter sowie unseren 2. Vorsitzenden Jürgen Kieslich persönlich abgesichert.
Die vorübergehende Inanspruchnahme dieses Kreditrahmens wurde inzwischen deutlich zurückgeführt. Nach der aktuellen Liquiditätsplanung wird das Vereinskonto Anfang Oktober wieder einen positiven Saldo aufweisen; der Kontokorrentkreditrahmen wird dann voraussichtlich nicht mehr in Anspruch genommen. Langfristige Bankdarlehen bestehen nicht.
Gleichzeitig wurden Ausgaben reduziert, zusätzliche Veranstaltungen organisiert und das Sponsoring intensiviert. Auch die diesjährigen Dämmerschoppen und weitere Vereinsaktivitäten haben sich positiv entwickelt.
Der ERC Lechbruck ist finanziell stabil. Dabei sprechen wir von einem Verein mit einem jährlichen Umsatz beziehungsweise Finanzvolumen von rund 200.000 Euro. Die positive Entwicklung soll sich in den kommenden Monaten weiter fortsetzen. Zahlreiche vom Verein noch auszustellende Rechnungen sind dabei noch nicht berücksichtigt; darüber hinaus stehen bis zum Jahresende weitere fest eingeplante Einnahmen, Mitgliedsbeiträge und Sponsorenzahlungen aus.
Wir sind damit klar auf Kurs. Die intensiven Bemühungen und Maßnahmen der vergangenen Monate haben sich bereits jetzt ausgezahlt – und sie sind noch nicht abgeschlossen. Offener und transparenter können wir mit dieser Situation kaum umgehen.
Ehrenamt verdient Respekt – keine persönlichen Angriffe
In den vergangenen Monaten haben wir sehr genau wahrgenommen, aus welchen Richtungen falsche oder herabsetzende Aussagen über den ERC und seine Verantwortungsträger verbreitet wurden. Vieles haben wir kopfschüttelnd zur Kenntnis genommen, ohne öffentlich darauf zu reagieren.
Inzwischen ist jedoch eine Grenze überschritten.
Insbesondere unser 1. Vorsitzender Manfred Sitter und unsere Kassiererin Conny Wohlfarter sind nicht mehr bereit, persönliche Angriffe und nachweislich falsche Behauptungen hinzunehmen.
Manfred Sitter hat Vorstandschaft und Mitglieder bereits Mitte August darüber informiert, dass er bei der nächsten ordentlichen Mitgliederversammlung im April 2027 nicht mehr zur Wiederwahl als 1. Vorsitzender antreten wird. Diese Entscheidung wurde unabhängig von den aktuellen Vorgängen getroffen.
Nach 44 Jahren Vereinsmitgliedschaft, zehn Jahren in der Vorstandschaft, davon mehr als acht Jahren als 1. Vorsitzender, und über 15 Jahren Betreuung der Vereinswebseite hat er unzählige Stunden für den ERC aufgewendet – häufig zulasten seiner Freizeit und seiner Familie.
Dazu erklärt Manfred Sitter:
„Bis zu meinem letzten Amtstag werde ich weiterhin mit voller Kraft für unseren ERC arbeiten. Gemeinsam mit der Vorstandschaft, unseren Trainern, Betreuern, Helfern, Unterstützern und Sponsoren möchte ich den Verein weiterentwickeln und bestmöglich für die Zukunft aufstellen.
Was wir nicht mehr akzeptieren werden, sind nachweislich falsche Behauptungen, mit denen dem Verein oder einzelnen Verantwortungsträgern geschadet werden soll.
Ehrenamt bedeutet, Verantwortung zu übernehmen, sich nahezu täglich um Probleme zu kümmern und einen großen Teil seiner Freizeit für die Gemeinschaft einzusetzen. Wer Entscheidungen kritisieren möchte, darf das selbstverständlich tun. Kritik muss aber sachlich bleiben und auf der Wahrheit beruhen.
Unsere Gesellschaft braucht mehr Menschen, die Verantwortung übernehmen, die Ärmel hochkrempeln und selbst etwas bewegen – und weniger Menschen, die aus sicherer Entfernung Gerüchte verbreiten und mit dem Finger auf andere zeigen.“
Unsere klare Haltung
Sachliche Kritik und offene Fragen sind jederzeit willkommen. Wir stellen uns jeder fairen Diskussion und werden auch weiterhin transparent über die Entwicklung unseres Vereins informieren.
Wer jedoch wissentlich falsche Tatsachenbehauptungen verbreitet, schadet nicht nur einzelnen Personen, sondern dem gesamten ERC Lechbruck – und damit fast 400 Mitgliedern, rund 140 Nachwuchsspielerinnen und Nachwuchsspielern einschließlich unserer Eiskunstläuferinnen sowie zahlreichen ehrenamtlichen Helfern und Unterstützern.
Uns liegen inzwischen dokumentierte Aussagen verschiedener Personen vor. Sollten weiterhin falsche und rufschädigende Behauptungen verbreitet werden, behalten wir uns ausdrücklich vor, diese rechtlich zu prüfen und die erforderlichen Schritte einleiten zu lassen.
Der ERC Lechbruck wurde in den vergangenen Jahren administrativ, sportlich und wirtschaftlich erheblich weiterentwickelt. Das war nur durch den gemeinsamen Einsatz vieler engagierter Menschen möglich.
Wir werden diesen Weg fortsetzen – transparent, verantwortungsvoll und mit voller Kraft für unseren Verein.
Die Vorstandschaft des ERC Lechbruck e. V.
