Am heutigen Sonntag steht für den ERC Lechbruck das nächste Auswärtsspiel in der Eishockey-Landesliga Gruppe A auf dem Programm. Um 17:00 Uhr gastieren die Flößer erneut beim EV Fürstenfeldbruck. Nach dem schwierigen Saisonstart will die Mannschaft von Trainer Mathias Schuster endlich ein Erfolgserlebnis feiern und wichtige Punkte sammeln.
Bereits am vergangenen Sonntag standen sich beide Mannschaften in Fürstenfeldbruck gegenüber. Damals mussten sich die Lecher mit 2:5 geschlagen geben. Besonders das verschlafene erste Drittel, in dem der ERC bereits mit 0:4 in Rückstand geriet, erwies sich als entscheidend. Diesmal wollen die Flößer von Beginn an hellwach sein und sich für die Niederlage revanchieren.
Auch die Gastgeber gehen mit einer Niederlage in die Begegnung. Am Freitagabend unterlag der EV Fürstenfeldbruck beim ERC Sonthofen mit 1:3. Der ERC Lechbruck musste sich seinerseits dem ESV Türkheim mit 4:6 geschlagen geben. Damit treffen zwei Mannschaften aufeinander, die dringend wieder Punkte benötigen.
Maucher und Roberts führen die Lechbrucker Scorerliste an
In der Offensive ruhen die Hoffnungen der Flößer insbesondere auf Simon Maucher und Cameron Roberts. Maucher führt die interne Scorerliste mit neun Punkten aus sechs Spielen an. Der Angreifer erzielte bislang drei Tore und bereitete sechs weitere Treffer vor.
Dicht dahinter folgt Cameron Roberts mit acht Scorerpunkten aus sieben Begegnungen (drei Tore, fünf Vorlagen). Marcus Köpf bringt es mittlerweile auf fünf Punkte (drei Tore, zwei Vorlagen). Jonas Seitz mit drei Treffern und Florian Simon mit drei Torvorlagen gehören ebenfalls zu den wichtigen Leistungsträgern.
Aufseiten der Gastgeber ist Yevhenii Yatsenko mit sechs Scorerpunkten aus fünf Spielen (drei Tore, drei Vorlagen) der bislang erfolgreichste Angreifer.
Mit Benedikt Bürgelt und Dmitrii Metelkov, die jeweils vier Punkte (zwei Tore, zwei Vorlagen) auf ihrem Konto haben, verfügt der EV Fürstenfeldbruck über weitere torgefährliche Spieler. Entsprechend gefordert wird die Lechbrucker Defensive sein.
Starkes Unterzahlspiel trifft auf anfälliges Penaltykilling
Ein besonderer Blick lohnt sich auf die aktuellen Special-Teams-Statistiken der Landesliga Gruppe A. Hier zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen beiden Mannschaften.
Das Unterzahlspiel gehört weiterhin zu den großen Stärken der Flößer. Mit einer Erfolgsquote von 90,0 Prozent belegt der ERC Lechbruck ligaweit den zweiten Platz hinter dem SC Forst (95,0 Prozent). In bislang 30 Unterzahlsituationen mussten die Lechbrucker lediglich drei Gegentreffer hinnehmen.
Ganz anders sieht es beim EV Fürstenfeldbruck aus. Mit einer Unterzahlquote von lediglich 71,4 Prozent rangieren die Gastgeber auf dem letzten Platz der Liga. In 28 Unterzahlsituationen kassierte der EVF bereits acht Gegentreffer.
Allerdings muss der ERC seine eigenen Überzahlmöglichkeiten deutlich besser nutzen. Mit einer Powerplay-Erfolgsquote von nur 7,4 Prozent liegen die Flößer ebenfalls auf dem letzten Tabellenplatz. Aus 27 Überzahlsituationen gelangen bislang lediglich zwei Treffer.
Fürstenfeldbruck weist mit 10,7 Prozent eine etwas bessere Powerplayquote auf und konnte bei 28 Möglichkeiten drei Treffer erzielen. Damit belegen die Gastgeber in dieser Statistik den neunten Platz.
Gerade angesichts der Schwächen des Fürstenfeldbrucker Unterzahlspiels könnte ein funktionierendes Powerplay für den ERC zum entscheidenden Faktor werden. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Lechbrucker ihre Möglichkeiten konsequenter nutzen und mehr Druck auf das gegnerische Tor entwickeln.
Entscheidend wird vor allem sein, über die gesamte Spielzeit das eigene Tempo hochzuhalten und konzentriert zu agieren. Die Mannschaft von Mathias Schuster hat in dieser Saison bereits mehrfach gezeigt, dass sie spielerisch durchaus mithalten kann. Allerdings fehlte bislang häufig die nötige Konstanz über volle 60 Minuten.
Mit einer stabilen Defensive, konsequenter Chancenverwertung und möglichst wenigen Strafzeiten wollen die Flößer diesmal in Fürstenfeldbruck bestehen. Dabei gilt es, von Beginn an Druck auszuüben, die eigenen Stärken auszuspielen und sich nicht erneut durch individuelle Fehler um den verdienten Lohn zu bringen.
Die Zielsetzung ist klar: Der ERC will Revanche für die Niederlage vom vergangenen Wochenende nehmen, endlich wieder ein Erfolgserlebnis feiern und mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung die ersten dringend benötigten Landesligapunkte einfahren.
