ERC startet mit Niederlage in die Play-Offs – Am Sonntag soll der Gegenschlag folgen
Der ERC Lechbruck ist mit einer 3:6-Niederlage (1:2, 0:2, 2:2) gegen den EV Moosburg in das Achtelfinale der Eishockey-Landesliga gestartet. Im Lechparkstadion zeigte die Mannschaft von Paolo De Sousa und Andreas Ott phasenweise gutes Offensivspiel und enorme Moral im Schlussabschnitt, machte sich das Leben durch Kontergegentore und Strafzeiten jedoch selbst schwer.
Dabei begann die Partie ideal für die Hausherren: Bereits in der 2. Minute brachte Josef Bayrhof den ERC mit 1:0 in Führung. Die Flößer spielten druckvoll, erarbeiteten sich mehrere hochkarätige Chancen und hätten früh erhöhen können. Stattdessen nutzten die Gäste ihre Möglichkeiten eiskalt: Fabian Birner glich in der 7. Minute aus, ehe Nik Unuk in der 17. Minute sogar in Unterzahl zur 1:2-Führung traf. Lechbruck war optisch nicht die schlechtere Mannschaft, wurde aber mehrfach klassisch ausgekontert.
Im zweiten Drittel setzte sich dieses Muster fort. Der ERC drängte auf den Ausgleich, doch Moosburg blieb effizient. Kevin Aigner stellte in der 31. Minute auf 1:3, und nur Sekunden später erhöhte Adam Strakos in der 32. Minute auf 1:4. Zur Spielmitte lagen die Flößer damit deutlich zurück – ein Ergebnis, das den Spielverlauf nur bedingt widerspiegelte, denn die Chancen waren durchaus vorhanden, wurden aber nicht genutzt.
Im Schlussabschnitt zeigte Lechbruck dann eindrucksvoll, welches Potenzial in der Mannschaft steckt. Mit viel Tempo, Aggressivität und deutlich mehr Zug zum Tor starteten die Flößer eine Aufholjagd. Simon Maucher verkürzte in der 49. Minute im Powerplay nach Zuspiel von Richard Schratt auf 2:4, und nur eine Minute später brachte Mathias Schuster den ERC in der 50. Minute nach Vorarbeit von Schratt und Tyler Lepore auf 3:4 heran. Plötzlich war die Partie wieder völlig offen.
In den letzten zehn Minuten entwickelte sich ein regelrechter Sturmlauf auf das Moosburger Tor. Der Ausgleich lag mehrfach in der Luft, doch entweder fehlte das letzte Quäntchen Glück oder der Gästetorhüter war zur Stelle. Gleichzeitig nahmen sich die Lechbrucker durch Strafzeiten immer wieder selbst den Rhythmus und mussten wertvolle Zeit in Unterzahl überstehen.
In der Schlussphase nahm Co-Trainer Ott schließlich Torhüter Philipp Wieland zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers vom Eis, um den Ausgleich zu erzwingen. Doch die Entscheidung fiel auf der anderen Seite: Mason Finley traf in der 60. Minute ins leere Tor zum 3:5, und kurz darauf stellte Stefan Gross ebenfalls in der 60. Minute den 3:6-Endstand her.
Damit führen die Gäste in der Best-of-Three-Serie mit 1:0. Für den ERC Lechbruck bedeutet das nun: Ein Sieg am Sonntag in Moosburg ist Pflicht, sonst endet die Saison.
Vorstand Manfred Sitter bleibt dennoch zuversichtlich: „Wir haben uns am Freitag das Leben selbst schwer gemacht. Ich habe Vertrauen in unsere Mannschaft. Das war es noch nicht. Wir werden in Moosburg alles dafür tun, um ein Entscheidungsspiel am Freitag in Lechbruck zu erzwingen.“
Unterstützung erhält das Team dabei von seinen Anhängern, die mit nach Moosburg reisen – ob im Teambus oder privat. Spielbeginn in der Clariant Arena ist am Sonntag um 17:15 Uhr. Jetzt gilt: Alles oder nichts für die Flößer.
