Was für ein Abend im Lechparkstadion! Vor rund 400 Zuschauern im Lechparkstadion, lieferten sich der ERC Lechbruck und der EV Pfronten erneut ein Derby, das alles bot, was Eishockey im Ostallgäu ausmacht: Tempo, Emotionen, harte Zweikämpfe, hitzige Diskussionen und einen verbissenen Kampf und jeden Zentimeter Eis. Am Ende stand ein verdienter 5:4-Erfolg für den ERC, der sich damit wieder auf den zweiten Tabellenplatz der Landesliga Gruppe A schob.

Schon die Anfangsminuten zeigten, in welche Richtung dieser Abend gehen würde. Beide Mannschaften gingen mit hoher Intensität ins Spiel. Den ersten Jubel durften die Lecher Fans anstimmen: In der 7. Spielminute brachte Paolo De Sousa den ERC mit 1:0 in Führung, nachdem er von Cameron Roberts mustergültig in Szene gesetzt wurde. Doch Pfronten ließ sich nicht beeindrucken und schlug zurück: Domenik Timpe glich in der 11. Minute zum 1:1 aus, ehe Lukas Hruska nur anderthalb Minuten später in der 12. Minute das Spiel sogar drehte – 1:2. Kurz vor Drittelende erhöhte Veilands in der 19. Minute auf 1:3, womit die Gäste mit einem Zwei-Tore-Vorsprung in die erste Pause gingen.

Im zweiten Drittel zeigten die Flößer dann Moral und große Comeback-Qualitäten. Gleich nach Wiederbeginn nutzte Lechbruck eine doppelte Überzahl: In der 21. Spielminute verkürzte erneut Paolo De Sousa auf 2:3, vorbereitet von Tyler Lepore. Das Momentum war nun klar auf Seiten des ERC – und nur drei Minuten später fiel bereits der Ausgleich: Marius Keller traf in der 24. Minute zum 3:3 nach Zuspiel von Marcus Köpf. Die Stimmung im Lechpark kochte!

Die Hausherren blieben am Drücker und wurden belohnt. In der 29. Minute brachte Marcus Köpf den ERC erstmals wieder in Führung. Simon Maucher hatte den Treffer zum 4:3 vorbereitet. Mit diesem Ergebnis ging es in die zweite Drittelpause – und die Lecher Fans hofften bereits auf den Derbysieg.

Doch Pfronten kam noch einmal zurück. Im Schlussabschnitt gelang Domenik Timpe in der 45. Minute der 4:4-Ausgleich, sodass alles wieder offen war. Das Spiel wurde zunehmend hitziger, Strafen auf beiden Seiten sorgten für viel Diskussionsstoff – typisch Derby eben.

Die Entscheidung fiel schließlich in Überzahl: In der 50. Spielminute schlug der ERC eiskalt zu. Richard Schratt erzielte das viel umjubelte 5:4, vorbereitet von den Brüdern Marcus und Matthias Köpf. Dieses Tor sollte am Ende den Unterschied ausmachen.

In den Schlussminuten verteidigten die Flößer leidenschaftlich und clever, Torhüter Philipp Wieland hielt seinen Kasten sauber, und auch eine späte Druckphase der Gäste brachte keinen weiteren Treffer mehr ein. Mit der Schlusssirene brachen im Lechparkstadion endgültig alle Dämme – der Derbysieg war perfekt!

Ein Blick auf die Statistik unterstreicht wie eng das Spiel war: Der ERC nutzte zwei von sechs Powerplay-Möglichkeiten, hielt sich in Unterzahl schadlos und lag insgesamt 30 Minuten in Führung, knapp 19 Minuten verbrachten die Teams bei Toregleichheit. Vor allem die geschlossene Mannschaftsleistung und der starke Kampfgeist des ERC gaben letztlich den Ausschlag.

In der zweiten Drittelpause und nach Spielende sorgte zudem die Showtanzgruppe TSS Denklingen für zusätzliche Stimmung und erntete von den Zuschauern viel Applaus, was den gelungenen Abend im Lechparkstadion prima abrundete.

Mit diesem wichtigen Dreier überholt Lechbruck den Rivalen aus Pfronten wieder in der Tabelle und steht nun auf Rang zwei. Ein Derbyabend, der den Erwartungen mehr als gerecht wurde – und der einmal mehr zeigte: Wenn der ERC Lechbruck und der EV Pfronten aufeinandertreffen, ist beste Eishockeyunterhaltung garantiert.

Weiter geht’s am kommenden Freitag, den 13.02.2026 um 20:00 Uhr mit dem letzten Hauptrundenspiel der Lecher beim Tabellenführer ERC Sonthofen. Danach wird die beste Eishockey-Zeit des Jahres eingeläutet: Ab dem 20.02.2026 stehen die Play-Offs an – und die Flößer wollen auch dort eine gute Rolle spielen.

Strafminuten:
Lechbruck 57 / Pfronten 67