Der ERC Lechbruck hat am Freitagabend ein torreiches Heimspiel gegen den ERSC Ottobrunn mit 5:8 verloren. Neuzugang Samuel Holzmann gab sein Debüt im ERC-Trikot und ließ seine Qualitäten mehrmals aufblitzen. Beide Mannschaften zeigten ein wildes Eishockey, in dem die Gäste am Ende die effizientere Mannschaft stellten und die drei Punkte mitnahmen. Für den ERC ein verkorkster Abend, an dem vieles nicht so lief wie geplant.

Ottobrunn erwischte einen optimalen Start und ging bereits in der 1. Spielminute durch Felix Bernau mit 0:1 in Führung. In der 5. Spielminute gelang dem ERC in Überzahl der Ausgleich, als Paolo De Sousa nach Zuspiel von Cameron Roberts und Richard Schratt zum 1:1 traf. Nur 37 Sekunden später stellte Ottobrunn durch Ryan Henke erneut auf Führung. In der 6. Spielminute glich der ERC abermals aus: Marius Hack verwertete eine Vorlage von Cameron Roberts und Marius Keller zum 2:2. Doch Ottobrunn blieb effizient und zog in der 10. Spielminute durch Artem Klein im Powerplay sowie in der 11. Spielminute durch Markus Hulm auf 2:4 davon. Vier Gegentore, bei denen die Oberbayern von den Hausherren herzlich eingeladen wurden. Der ERC hielt trotzdem dagegen und verkürzte in der 14. Spielminute durch Marcus Köpf nach Vorarbeit von Paolo De Sousa und Marius Keller auf 3:4.

Im zweiten Drittel entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. In der 22. Spielminute stellte Paolo De Sousa mit einem tollen Abschluss ins linke Kreuzeck, nach Zuspiel von Josef Bayrhof und Tyler Lepore, den 4:4-Ausgleich her. Doch erneut legte Ottobrunn vor und traf in der 26. Spielminute durch Adrian Huber im Powerplay zum 4:5. Der ERC zeigte seinerseits ein gutes Überzahlspiel und kam in der 32. Spielminute durch Mathias Schuster nach Vorarbeit von Paolo De Sousa und Marius Keller zum 5:5-Ausgleich – zugleich der 100. Saisontreffer der Flößer. Ottobrunn antwortete jedoch wieder postwendend und ging in der 34. Spielminute durch Julian Behmer mit 5:6 in Führung. ERC-Torhüter Christoph Lohr musste zudem einige Male in höchster Not retten und hielt seine Mannschaft im Spiel. Zu allem Überfluss schied im zweiten Drittel Cameron Roberts verletzt aus, wird aller Voraussicht nach im kommenden Heimspiel fehlen und erweitert die ohnehin schon lange Verletztenliste der Flößer.

Im Schlussabschnitt drängte der ERC auf den erneuten Ausgleich, traf jedoch zweimal nur den Pfosten und scheiterte mehrfach an der mittlerweile eingewechselten Ottobrunner Torhüterin Johanna May, die ab der 31. Spielminute das Tor der Gäste hütete und im dritten Drittel ihren entscheidenden Beitrag zu Gunsten des ERSC leistete. Die Gäste nutzten ihre Chancen dagegen weiterhin konsequent und erhöhten in der 47. Spielminute durch Christian Heller auf 5:7 sowie in der 49. Spielminute durch Dmitrii Metelkov auf 5:8. In den letzten zehn Minuten arbeiteten die Flößer zwar daran, nochmal das Comeback in diesem Spiel zu schaffen, doch an diesem Abend waren die Aktionen nicht zwingend genug.

Trotz der Niederlage bleibt der ERC Lechbruck vorerst Tabellenzweiter. Weiter geht es für die Flößer bereits am Sonntag um 17:00 Uhr erneut im Lechparkstadion, wenn der EHC Bad Aibling zu Gast ist.

Strafminuten:
Lechbruck 35 / Ottobrunn 8