Der ERC Lechbruck musste am Freitagabend eine schmerzhafte, aber spannende 3:4-Heimniederlage gegen einen starken SC Reichersbeuern hinnehmen. Die Flößer taten sich vor allem in den ersten beiden Dritteln schwer und fanden erst spät zu ihrem Spiel, doch trotz couragierter Schlussphase blieb der erhoffte Ausgleich verwehrt.

Zähes erstes Drittel – Reichersbeuern effizient, Lechbruck kämpferisch

Die Gäste aus Reichersbeuern erwischten den besseren Start und nutzten bereits ihr erstes Powerplay: In der 14. Minute traf Paul Stauffert zum 0:1. Der ERC, der zunächst nicht in seinen Rhythmus fand, zeigte jedoch Moral. In Unterzahl schlug Cameron Roberts zu und glich nach energischer Vorarbeit von Marius Hack zum 1:1 aus (18.). Mit diesem Ergebnis ging es in die erste Drittelpause.

Zweites Drittel: Reichersbeuern legt vor, Lechbruck bleibt dran

Auch im Mittelabschnitt tat sich der ERC schwer, klare Aktionen nach vorne zu entwickeln. Die Gäste wirkten wacher und gingen in der 27. Minute durch Johannes Fischer erneut in Führung. Ein wichtiger Moment folgte in der 33. Minute: Mathias Schuster blieb beim fälligen Penalty eiskalt und stellte mit seinem Treffer zum 2:2 den Gleichstand her. Doch nur eine Minute später war es wieder Stauffert, der nach einem schnellen Angriff das 2:3 markierte. Der ERC konnte in dieser Phase kaum Druck aufbauen und ging mit einem Rückstand ins Drittel.

Starker ERC-Schlussspurt – doch Reichersbeuern hat die Antwort

Im letzten Drittel änderte sich das Bild. Die Lecher fanden endlich besser ins Spiel und drängten auf den Ausgleich. Als der ERC ein Powerplay zugesprochen bekam, nutzte Maximilian Prinz die Gelegenheit und traf in der 46. Minute nach Zuspiel von Tobias Dressel zum 3:3. Jetzt war die Partie völlig offen, und die Zuschauer spürten den wachsenden Druck der Flößer. Doch genau in der Drangphase der Lecher kassierten sie den entscheidenden Rückschlag: Peter Fischer verwandelte in der 51. Minute einen Penalty zum 3:4 für die Gäste aus dem Tölzer Land – ein Treffer, der sich am Ende als spielentscheidend herausstellen sollte.

Zitternde Schlussminuten und zwei Lattentreffer

Der ERC kam nun zu guten Gelegenheiten und hatte den Ausgleich zweimal auf dem Schläger: Doch sowohl der Schuss von Marcus Köpf als auch der Versuch von Simon Maucher klatschten ans Torgestänge. Die Gastgeber setzten in der Schlussphase alles auf eine Karte. Torhüter Philipp Wieland verließ in der Endphase zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers das Eis. Reichersbeuern verteidigte mit viel Einsatz und rettete jedoch den knappen Vorsprung über die Zeit.

Der Blick geht nach vorne

Trotz der Niederlage behauptet der ERC Lechbruck weiterhin den zweiten Tabellenplatz. Bereits am Sonntag um 17:00 Uhr haben die Flößer im heimischen Stadion gegen den SC Forst die nächste Chance auf drei Punkte.